On Writing - Stephen King

Onwriting

Im Winter 2024 war ich auf der Suche nach Tipps um meine geschriebene Geschichten schöner erzählen zu können. Dieses Buch wurde mir empfohlen. Vorweg kann ich sagen, dass die 300 Seiten wohl zu viel sind für das, was ich mitgenommen habe und es sich mehr um eine Lebensgeschiche, als um eine Anleitung zum schreiben handelt. Vielleicht absichtlich - schließlich lesen wir alle lieber eine Geschichte als ein Sachbuch. Hier sind nur die wenigen Schnippsel zum Handwerk des Schreibens zusammenfasst, die für mich nicht vollkommen trivial sind.

Adverben sind nicht deine Freunde

Adverben sind nach ihm stets eine Überbeschreibung, die nur von Personen benutzt werden, die Angst haben ihre Geschichte nicht rüberbringen zu können. “With adverbs , the writer tells us he or she is afraid they arent expressing themselves clearly…”
Für mich spielt es vorallem mit darein, dass die lesende Person, mit Fantasie immmer einen Teil der Geschichte übernimmt und dieses Teil nicht durch Überbeschreibung kaputt gemacht wird. Der liebe Stephen hat hier eine etwas stärkere Meinung: “I believe the road to hell is paved with adverbs, and I will shout it from the rooftops”.

Sprache muss verständlich

Der Titel ist im besten Fall eine holprige Übersetzung - bringt aber den Punkt rüber. Es geht dadrum Lesende abzulenken und dafür ist einfache Sprache, wie wir Sie auch gesprochen nutzen würden am geeignesten. Guckt man sich die Bücher an, die in letzten Jahren Buchpreise gewonnen haben, findet man genau dies, wobei ich persöhnlich eine winklige Schreibweise präferiere.

Es geht nicht dadrum Leser*innen zu Unterrichten

“There is a difference between lecturing what you know and using it to enrich the story”. Wenn beim schreiben Recherche nötig ist, sollte der Text nicht zwischenzeitlich zum Sachbuch übergehen.

Zuerst die Situation, dann den Person

Eine Geschichte wird mit einer Situation ins Leben gebracht, dann von Ihren Charakteren bevölkert und schließlich durch Aktion belebt.

Nutze die Fantasie der Leser*innen

Für mich persöhnlich die wichtigste Anregung. Wir alle interpretieren Geschichten nach unseren Erfahrungen. Diese Freiheit darf nicht durch eine zu detaillierte Beschreibung genommen werden. Oft reichen z.B kurze Beschreibungen einer Person aus, um Klischees bei Lesenden hervorzurufen. Nach Stephen: “I can´t remember mny cases where I felt I had to describe what the people in the story of mine looked like - I’d rather let the reader supply the faces, the builds, and the clothing as well.”

Never tell if you can show

Es geht beim erzählen dadrum, eine Geschichte möglichst schön rüber zu bringen. Besonders wichtig sind hier unsere Emotionen. Ich will diese aber nicht erzählen, sondern ich will sie Leser*innen fühlen lassen. Ich sage nicht das Jemand traurig ist, sondern ich erzähle alles drum herum und lasse Lesern die Aufgabe des Fühlens.
Dies gilt auch für Charaktereigenschaften - sage nicht das eine Person so und so ist, sondern beschreibe was Sie macht und lasse Sie für sich selbst sprechen. Beim lesen kann dan selbst der Schluss gefasst werden, dass jemand z.B. Intelligent, kühl, stolz … ist.

Erst die Geschichte, dann das Thema

Am Anfang eines Werkes steht eine Geschichte. Das eigentliche Thema wird beim weiteren Lesen klar oder später angeprochen. Allgemein gilt auch hier “Never tell if you can show”.